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Ansprüche von ausländischen Opfern in schweizerischen Kriegsverbrecherprozessen

2009

  • Stefan Wehrenberg

Ansprüche von ausländischen Opfern in schweizerischen Kriegsverbrecherprozessen

in: Kriegsverbrecherprozesse in der Schweiz/Procés de criminels de guerre en Suisse, Praktische Erfahrungen mit der Verfolgung und Beurteilung von Kriegsverbrechen aus Ex-Jugoslawien und Ruanda, Andreas R. Ziegler/Renaud Weber/Stefan Wehrenberg (Hrsg.), Zürich 2009, S. 143-166

1997 stand erstmals ein mutmasslicher Kriegsverbrecher vor einem Schweizer Gericht. 1999 kam es zum ersten Mal zu einer Verurteilung eines Einzelnen wegen der Verletzung der Genfer Konventionen durch die Schweizer Justiz. Diese Verfahren betrafen Vorkommnisse im ehemaligen Jugoslawien und in Ruanda. Mehr als 50 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam es damit zu den ersten schweizerischen Verfahren gegen sogenannte „Kriegsverbrecher“.Richter, Ankläger, Untersuchungsrichter, Verwaltungsjuristen, Journalisten und andere direkt und indirekt an den Verfahren beteiligte Juristinnen und Juristen tragen durch die Schilderung ihrer persönlichen Eindrücke und Erfahrungen dazu bei, ein Stück Zeitgeschichte lebendig zu erhalten und für die heute bestehenden Verfolgungsmöglichkeiten auf nationaler und internationaler Ebene fruchtbar zu machen.